Sonntag, 14. August 2022

Kirche im SWR, der Konfirmationsspruch: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch alles andere zufallen.“

Quelle: kirche-im-swr.de/beitraege

Auszug:

Begegnung ist alles! Andere Menschen zu treffen, das gibt dem Leben Spannung und Reiz. Weil wir uns  dann fragen:
„Wie werden wir uns antreffen, anschauen, ansprechen?“ Besonders, wenn es sich um Menschen handelt, die sich 50 Jahre nicht mehr gesehen haben.  So  wie just  bei meiner Goldenen Konfirmation. Die habe ich nämlich gerade erlebt. Am Vorabend habe ich das alte Gruppenbild gesucht und gefunden. Was waren wir schöne junge Leute damals. An zwei Dinge habe ich mich gleich wieder erinnert- Nämlich daran, dass es  zuhause heftigen Streit wegen der Länge der Haare gegeben hatte und dass wir bei der Einsegnung gekniet haben vor dem Altar. An dem Tag der Goldenen Konfirmation habe ich mich früh auf den Weg gemacht. Ich habe  weit weg von der Kirche geparkt und  bin von da aus zu Fuß gegangen. Unterwegs habe ich einen älteren Herrn getroffen, der freundlich grüßend neben mir weiter gegangen ist. „So alt sind wir jetzt schon!“ hat er gesagt.

Da habe ich ihn erkannt und „Hallo Bernd!“ gesagt. Wir tauschten uns aus über dies und das, höflich, vorsichtig, unverbindlich. Und schon hatten wir die Kirche im Blick und die vielen alten Herrschaften davor auch. Ein großes Hallo allerseits,  ziemlich aufgeregt und durcheinander, wie es sich für Konfirmanden eben gehört. Ich habe viele nicht gleich erkannt, aber  für das ein oder andere Gesicht  dann doch noch rechtzeitig einen Namen gefunden. Und dann sind wir zusammen eingezogen, wie vor 50 Jahren. Wir haben nebeneinander Platz genommen in der Kirchenbank und sind später dann auch zusammen zum Altar gegangen,  um uns den Segen und die Urkunde abzuholen. Alles war würdig und recht.

Wirklich berührt hat mich dann aber,  dass mein Konfirmationsspruch auf meiner Urkunde stand: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch alles andere zufallen.“ Und da habe ich an die vielen Zufälle meines Lebens gedacht, was ich alles Gott verdanke. Und ich habe an den Jungen gedacht, der ich damals gewesen bin und an die Umwege und Lebenslinien seither. Schön war diese Begegnung mit den Anderen und mit mir selbst. Gold wert-eben…

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